Der Verlauf des Projekts

„Almería und das Münsterland: Gewinnung erneuerbarer Energien unter gegensätzlichen klimatischen Voraussetzungen“ – dies ist der Titel unseres Schulpartnerschaftsprojekts, mit dem wir uns im Frühjahr 2015 um die Anerkennung als Erasmus+-Projekt bewarben.

Die Freude an unserer Schule, der Gesamtschule Münster Mitte war dann auch riesengroß, als zu Beginn des Schuljahres 2015/2016 das große Paket vom Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz im Sekretariat abgegeben wurde. Neben den Vertragsunterlagen und dem offiziellen Schild für Erasmus-Schulen beinhaltete es die Zusage einer umfangreichen finanziellen Unterstützung durch EU-Gelder für den neu initiierten Schüleraustausch der Gesamtschule Mitte mit dem I.E.S. „Argar“, einer Deutsch-bilingualen Gesamtschule in Almería (Andalusien).

Offensichtlich hatte die Jury die Idee der beiden Schulen aus Almería und Münster überzeugt, neben dem kulturellen und sprachlichen Austausch das Thema erneuerbare Energien in den Mittelpunkt zu stellen. Nicht nur auf spanischer Seite mag mit dieser Thematik auch die Hoffnung verbunden sein, mögliche künftige Berufsperspektiven für die am Austausch teilnehmenden Schüler zu eröffnen, zumal im Mittelpunkt des Projekts die Erkundung einer Solarforschungsanlage mit Weltruf in Almería steht, die unter wesentlicher Mitarbeit des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt in Köln (DLR) entwickelt wurde.

Im November 2015 wurden jeweils 25 Schülerinnen und Schüler beider Schulen für die Teilnahme am Austausch ausgewählt. An beiden Schulen wurden Unterrichtsreihen zu erneuerbaren Energien in den Fächern Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre durchgeführt. Die Kommunikation zwischen den Schüler/innen beider Schulen wurde zunächst mit Hilfe der Internetplattform Twinspace organisiert, im weiteren Verlauf des Projekts wurde dieser virtuelle Klassenraum durch die Plattform Edmodo abgelöst. Dort lernte man sich kennen, fand seinen Austauschpartner und stellte der Partnerschule die eigene Schule mit ihren kulturellen und sonstigen Besonderheiten vor. Die dazu notwendigen Arbeiten wurden im Rahmen einer eigens eingerichteten Erasmus-AG erledigt.

Die erste grenzübergreifende Aufgabe bestand in der Erstellung eines Logos für das Projekt. Mehrere spanisch-deutsche Gruppen erstellten ihre Vorschläge für das Projektlogo und stimmten dann im Rahmen eines Wettbewerbs über das beste Logo ab (siehe Menüpunkt: „Logowettbewerb“).

Hier das Gewinner-Logo:

Logo Homepage klein

Ende Mai 2016 reisten zunächst Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs der Gesamtschule Mitte für 10 Tage nach Andalusien reisen, um dann im Oktober den Gegenbesuch der spanischen Gäste in Münster durchzuführen.

Ein besonderer Aspekt dieses Schüleraustauschs war der Versuch, auch diesen „nachhaltig“ anzulegen, indem Teilnehmer/innen des ersten Durchgangs maßgeblich an der Organisation des Austauschs für den Folge­jahrgang beteiligt sein werden. So wurde auf einem Koordina­tionstreffen in Almería Anfang Dezember 2016 von einer ausgewählten Gruppe (je zwei deutsche und zwei spanische Schüler/innen und Lehrer/innen) eine Zwischenevaluation des Projekts durchgeführt, um die Projektreisen des Folgejahrgangs mit Hilfe der gemachten Erfahrungen zu optimieren. Neben der Veränderung einzelner Programmpunkte der Besuche wurde u.a. auch die Entscheidung getroffen, den Twinspace als Kommunikationsplattform durch die an Facebook angelehnte pädagogische Plattform Edmodo zu ersetzen. Außerdem wurde die Idee geboren, künftig neben dem Austausch ganzer Schülergruppen auch individuelle längerfristige Austausche zu organisieren mit einem stärkeren Fokus auf erste Berufserfahrungen (Teilnahme am Berufsschulzweig Solarenergie der Partnerschule, Berufspraktika).

Im Juni und Oktober 2017 fanden dann die Projektreisen des Folgejahrgangs mit den aus der Evaluation hervorgegangenen programmatischen Veränderungen statt. Die ersten individuellen Langzeitaustausche sind für das kommende Schuljahr 2018/2019 geplant.

Insgesamt wird das Projekt von allen Beteiligten (Schüler/innen, Eltern, Lehrer/innen) als großer Erfolg bewertet, der den Schüler/innen sowohl durch die intensiven interkulturellen Erfahrungen als auch die Annäherung an das Thema Erneuerbare Energien und das damit verbundene Konzept der Nachhaltigkeit neue Horizonte eröffnet hat.

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