(Inter-)kulturelle Eindrücke

Im folgenden ein paar Zitate zu (inter-)kulturellen Themen aus den Reisetagebüchern:

Essen

„Das erste, was in Spanien für mich neu war, war, dass man erst so spät zu Abend isst, aber daran hat man sich schnell gewöhnt. Eine schöne neue Erfahrung war, dass man sich so oft mit den Freunden trifft und abends noch raus geht.“

„In Almería wird eigentlich nichts zum Frühstück gegessen, vielleicht ein Glas Milch. Aber man isst etwas in der Schule oder auf der Arbeit. Mittagessen gibt es erst wieder um 15:00. Abendbrot gibt es dann erst wieder um 22:00 oder 22:30…

Zum Frühstück macht man oft eine Art Brei aus Tomaten auf sein Brot. Dazu trinkt man Orangensaft. Zum Mittagessen gibt es meistens etwas Warmes, zum Beispiel Nudeln mit Tomatensoße. Zum Abendbrot isst man viel Baguette mit Fleisch oder Fisch.“

„Vom Essen gibt es nur wenige Dinge, die mit den deutschen Nahrungsmitteln übereinstimmen, sowie Pizza oder anderes. Aber ich habe auch viele neue Gerichte kennen lernen dürfen, z.B. Seeigel (eine der Sachen, die mir weniger geschmeckt hat). Eine weitere Sache, die ich kennen gelernt habe, ist, dass fast alles in Olivenöl getränkt wird, das geht von Salaten über Brotgerichte bis zu Obstsalaten. Das war eine Erfahrung, die ich noch nie in einem solchen Maße erlebt habe.“

„Das Essen in Almería war typisch spanisch und sehr lecker und sehr viel. Oft haben wir aber erst spät gegessen, das war eigentlich nicht so schlimm, denn wir waren oft draußen oder in der Schule beschäftigt, und da hat man das dann nicht so mitbekommen, wie spät es dann doch schon war. Nachmittags haben wir um 15:00 Uhr gegessen und abends so um 21:00 Uhr oder später. Nachmittags hat man dann nach dem Essen eine Mittagspause gemacht auch „siesta“ genannt.“

Freizeit

„Nach der Schule geht man erst nach Hause zum Mittagessen. Danach unternimmt man etwas mit Freunden, z.B. zum Strand gehen. Es kommt selten vor, dass man Zuhause sitzt und nichts tut. Die meisten Spanier gehen auch abends oft essen.“

„In Almería ist mir auch sehr aufgefallen, dass Freizeit viel mehr mit Freunden gestaltet wird. Sonst kennt das wahrscheinlich auch jeder, dass man einfach mal zuhause bleibt und einfach mal nichts macht oder ein Buch liest oder so etwas tut. So etwas kommt in Almería viel seltener vor, da man meist irgendwo rumsitzt und mit Freunden redet oder Fußball spielt oder guckt oder vielleicht auch mal an den Strand geht.“

„In Almería scheint die Sonne länger als hier in Münster und deswegen haben wir viel mehr draußen gemacht, oft sind wir erst um 17:00 Uhr an den Strand gegangen und erst um 20:00 oder 21:00 Uhr wieder nach Hause gekommen. Das fand ich sehr schön.“

Schule

„Die Schule in Almería ist anders als bei uns in Münster. Zum einen ist der Schulgong einer Feuerwehrsirene ähnlich, außerdem ist das komplette Schulgelände eingezäunt. Der Unterricht war nicht ganz so, wie wir den kennen, aber wenn deutscher Besuch da ist, kann der Unterricht auch mal ein bisschen anders werden als sonst.“

„Unsere Austauschschüler sind in der I.E.S El Argar (Name der Schule) . Wir waren an drei Tagen in der Schule. Die Klassenräume sind alle etwas älter als in Deutschland. Der Schulhof ist ungefähr genauso groß wie der in Deutschland. Es gibt eine kleine Cafeteria wo man sich in der Pause etwas kaufen kann. Der Unterricht ist genauso wie in Deutschland, aber dort ist es etwas “lockerer“.“

„Ein großer Unterschied zur deutschen Schule ist der Unterricht, welcher nämlich sehr viel persönlicher abläuft (Die Schüler duzen die Lehrer!). Was mich daran aber sehr überrascht hat, ist dass trotz eines so persönlichen Verhältnisses Unterricht noch immer so gut möglich war. Ich habe das Gefühl, dass dies an unserer Schule nicht möglich wäre.

Sonst gab es aber auch noch den Unterschied zur deutschen Schule, dass das Essen um einiges frischer war als hier (Deutschland), dort wurden z.B. Brötchen frisch zubereitet, ein Luxus, den es an unserer Schule noch nicht gibt.“

Familie

„Dies ist ein Punkt, wo ich nur wenige andere Erfahrungen gemacht habe, aber Sachen, wie die Rollenverteilung unter Mann und Frau, fallen doch auf, z.B. war die Mutter in meiner Gastfamilie die einzige, die gekocht und geputzt hat. Beim Essen hat die Mutter meist noch gekocht, was mir ein etwas mulmiges Gefühl gegeben hat und sonst war beim Essen überall immer der Fernseher an, was seine Vor- und Nachteile hat, ein Vorteil ist, dass Gesprächslücken immer gefüllt sind und keine unangenehme Stille den Raum prägt. Ein Nachteil ist aber, dass Gespräche oft durch ein Starren auf den Fernseher gar nicht erst geführt oder durch den Fernseher übertönt werden.“

„Meine Gastfamilie wir sehr nett und eigentlich genau wie meine richtige Familie hier in Münster.“

 

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