Im Münsterland (und darüber hinaus…)

Im Rahmen der Besuche unserer spanischen Gastschüler/innen haben wir versucht, uns dem Thema Erneuerbare Energien im Rahmen unserer Exkursionen sowohl theoretisch als auch praktisch zu nähern. So besuchten wir das Klimahaus in Bremerhaven und experimentierten mit unseren Schülern im „school_lab“ der Technischen Universität Dortmund (Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln). Die Praxis lernten wir dann beim Besuch einer Biogasanlage in Münster und auf beeindruckende Weise im Bioenergiepark der Klimakommune Saerbeck kennen.

Hier einige Fotos unserer Exkursionen und kurze Berichte von Schüler/innen:

Biogasanlage Sentrup (Münster)

Am 30.9.16 sind wir zu der Biogasanlage in Sentrup gefahren. Morgens haben wir die ersten zwei Stunden normalen Unterricht gehabt. Um 9.45 sind wir losgefahren. Als wir an der Anlage angekommen sind, haben wir als erstes eine Einführung zu den Sicherheitsregeln und der Funktionsweise von Biogas-Energiegewinnung bekommen.

Die Gülle und der Energiemais werden vermengt und in einen großen Tank gepumpt, wo er dann unter ständigen 38°C gärt (Wie in einem Kuhmagen). Die Bakterien, die das Gemisch zersetzten, geben dabei Gas ab, das in einer Plastikkuppel über dem Tank aufgefangen wird. Das Gas wird zum Teil in ein Blockheizkraftwerk geleitet, und zum Teil als Nutzwärme und Wärme zum erhalten der 38°C benutzt. Die Gülle gärt nach dem Vorgang in einer zweiten (unbeheizten) Kuppel nach. Nach dem ganzen ist die Gülle als Dünger wertvoller als vor der Energiegewinnung.

Nach der Einweisung sind wir in 5-er Gruppen eine Treppe zu einem Fenster im Gärtank hochgegangen. Später haben wir noch den Computerraum und den überlauten Maschinenraum besichtigt.

Nach einem Gruppenfoto sind wir zurück zur Bushaltestelle gelaufen, wo dann auch Ende der Schulveranstaltung war.

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Sind Biogasanlagen Energiegewinnung von Morgen?

Ich denke dass sie, da sie Tag und Nacht funktionieren, auf jeden Fall zu der zukünftigen Energiegewinnung beitragen können.

Aber da sie Maisfelder beanspruchen und damit Essen für die Menschen, ist das System auf jeden Fall noch verbesserbar.

Bioenergiepark Saerbeck

Am Donnerstag waren wir in Saerbeck. Saerbeck ist eine der ersten Kommunen, die ihren Strom selber und grün erzeugen. Zuerst wurde uns die ganze Anlage gezeigt und uns erklärt, was da gemacht wird und danach durften wir Experimente machen, wie der Strom gewonnen wird, nur in klein.

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2011 investierte die Komumne in das 90 Hektar große Militärgelände und baute mit Hilfe von lokalen Investoren und der Gemeinde Saerbeck einen Energiepark. Insgesamt wurden 70 Millionen Euro in den Energiepark investiert. Auf der großen Anlage gibt es sieben Windkraftwerke, 24.000 Photovoltaik Module und eine Biogasanlage. Sie schaffen es, 19.000 Haushalte mit Energie zu versorgen!!

Klimahaus Bremerhaven

Am Dienstag waren wir im Klimahaus in Bremerhaven.

Nachdem wir uns um 8 Uhr morgens an der Schule getroffen hatten, ging es auch schon zweieinhalb Stunden Richtung Norden.

Im Klimahaus angekommen bekamen wir eine kurze Einführung bzgl. der Route, Verhalten in der Ausstellung  und den verschiedenen Ebenen. Nach der kurzen Einführung stellten wir uns in einer kurzen Schlange an und gelangten zu der Ausstellung, die längs des 8° Längengrads Ost durch die verschieden Länder und somit durch alle Klimazonen führte.

Die Ausstellung begann mit einem Film darüber, wie wir uns auf unserer Erde zu verhalten haben und wie die Reise beginnt. Nach dem Film sind wir über Bahnschienen in den Ausstellungsbereich der Schweiz gegangen. Daraufhin folgten Länder und Orte wie Sardinien, Niger und interessante Klimazonen wie eine Wüste oder der Regenwald, in dem es nur sehr wenig Licht gab. In der Sahara zum Beispiel war es sehr heiß, und im Regenwald von Kamerun ist es sehr schwül und der Boden ist sehr uneben. In einem Gebiet gibt es verschiedene Fische in allen Farben und Größen.  Es gibt auch eine Tür, wo man das Wort ,,Hallo“ in einer Samoanischen Volkssprache sagen muss, damit diese sich öffnet. In der Antarktis ist es sehr kalt und die Wände sind aus Eis. Sehr gefallen haben uns die Halligen, in denen das Wasser immer gestiegen und gesunken ist. Dies geschieht nach einer Uhr, die von 1 bis 12 nummeriert ist, von 1 bis 6 steigt das Wasser an und von 6 bis 12 ab. Nach der Ausstellung war es noch möglich ins Futurelab zu gehen, wo man sein Wissen über  den Umweltschutz etc. testen kann. Nach dem Klimahaus sind wir noch zum Meer gefahren. Nach einem langen Tag und weiteren zweieinhalb Stunden Busfahrt sind wir wieder in Münster angekommen.

Gruppenfoto Klimahaus

 

DLR school_lab an der Technischen Universität Dortmund

Am Freitag waren wir in Dortmund. Wir haben uns um 8:00 Uhr am Schlossplatz in Münster getroffen und sind von dort mit dem Bus nach Dortmund gefahren. Die Fahrt hat eineinhalb Stunden gedauert. Wir waren zum Glück nur die Hälfte aller Schüler, die an dem Austausch teilgenommen haben. Die andere Hälfte war währenddessen im Zoo, in Münster. Sie waren schon am Mittwoch in Dortmund gewesen.

Als wir angekommen waren, haben wir zu erst eine Einführung bekommen, der Tagesablauf wurde besprochen und uns wurde die Universität vorgestellt. Danach wurden wir in Gruppen aufgeteilt, und in diesen Gruppen haben wir verschiedene Stationen durchlaufen. Alle zum Thema erneuerbare Energien. Eine Station war zum Beispiel mit einem Fahrrad (energy@home). Die Aufgabe bestand darin, auf einem Fahrrad zu fahren und so eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Bei einem Experiment zur Photovoltaik haben wir erforscht, wie man mit Sonnenkollektoren am meisten Energie gewinnen kann.

 

 

 

Alle haben jeweils zwei Stationen absolviert, bevor wir in der Mensa Mittag gegessen haben. Das Essen war ziemlich billig, dafür, dass es so lecker war.

Nach dem Mittagessen waren wir alle noch einmal bei den Stationen und jede Gruppe hat noch eine Station durchlaufen.

Nachdem wir alle mit unserer letzten Station fertig waren, bekamen wir einen Bewertungsbogen, auf dem wir ankreuzen sollten, wie uns die Gestaltung des Tages und die Stationen gefallen haben. Nach der Feedbackrunde wurden wir von den Verantstaltern entlassen und sind mit dem Bus zurück nach Münster gefahren.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der heutige Tag allen gut gefallen hat.

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