(Berufs-) Perspektiven

Unser aktuelles Erasmus+-Projekt dient sicherlich vor allem der vertieften Auseinandersetzung mit dem Thema „Erneuerbare Energien“ in Theorie und Praxis sowie dem Kennenlernen einer fremden Kultur und dem praktischen Erproben einer Fremdsprache, die wir bisher nur aus der Schule kannten.

Die Ausrichtung des Projekts, die Region unserer Partnerschule auch in wirtschaftlicher Hinsicht näher kennen zu lernen sowie die Beziehungen zwischen beiden Schulen künftig weiter zu vertiefen, soll unseren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnen, auch in beruflicher Perspektive Horizonte zu erweitern.

Konkret haben wir deshalb ganz bewusst den Besuch zweier deutsch-spanischer Forschungseinrichtungen ins Programm aufgenommen, die Plataforma Solar de Almería – thematisch zentral für unser Projekt – sowie die Sternwarte in Calar Alto.

Nicht weniger wichtig erscheint uns die Führung durch ein auf dem neuesten Stand der Technik befindlichen Gewächshaus (Clisol) als Beispiel für die in Almería betriebene intensive Landwirtschaft unter Plastik (el „Mar de plástico“), ohne die die Region die aktuelle Wirtschaftskrise kaum hätte überleben können. Im Gewächshaus der Firma Clisol geht es neben wirtschaftlichen Gesichtspunkten vor allem um Nachhaltigkeit, sodass dieses Unternehmen unserem Projekt inhaltlich nahe steht. Auch in diesem Wirtschaftszweig werden gegenwärtig künftig ebenso wie im Bereich der erneuerbaren Energien Fachkräfte mit internationalem Profil gesucht, also vielleicht auch der eine oder die andere unserer Schülerinnen und Schüler.

An unserer Partnerschule gibt es verschiedene berufsschulische Bildungsgänge, unter anderem einen mit dem Schwerpunkt Solarenergie. Die Schule möchte künftig auch diese Bildungsgänge deutsch-bilingual gestalten, sodass hier individuelle Schüleraustausche in Form von Praktika angestrebt werden.

Deshalb werden im folgenden die drei oben genannten Beispiele für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Almería auf Basis der Exkursionen durch unsere Schüler/innen beschrieben, zum anderen haben wir für die spanischen Lehrkräfte und Schüler/innen eine an unserer Schule erprobte Unterrichtssequenz zur Vorbereitung auf eine Bewerbung für ein Praktikum eingestellt. Für die Schüler/innen unserer eigenen Schule ist die Möglichkeit, ein Schulpraktikum in Spanien durchzuführen, sehr eingeschränkt, da es dort bisher kaum üblich ist während der Schulzeit Betriebspraktika durchzuführen. Allerdings besitzt unsere Partnerschule einen Berufsschulzweig mit großer Praxisorientierung. Künftig soll es unseren Schüler/innen möglich sein, im Rahmen von individuellen Langzeitaustauschen auch diesen Zweig der Partnerschule zu besuchen.

 

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